Vier Schritte
zu fehlerfreien Bewerbungsunterlagen

Falls Sie eine Bewerbung voller Fehler abschicken, könnte das eine Einladung zum Vorstellungsgespräch verhindern – egal wie qualifiziert Sie für die Stelle sein mögen. Vernachlässigen Sie es daher auf keinen Fall, Ihr Anschreiben und Ihren Lebenslauf sorgfältig zu korrigieren. Im Folgenden finden Sie die häufigsten Fehler und Tipps, wie Sie diese vermeiden können.

Es kann eine zeitaufwendige und manchmal auch sehr umfangreiche Aufgabe sein, sich auf einen neuen Job zu bewerben. Eine Bewerbung erfordert Engagement, Konzentration und Fokussierung auf die scheinbar winzigsten Details. Auch die wiederholte Überprüfung der Bewerbungsunterlagen auf Rechtschreibung, Grammatik, Formatierung und Einheitlichkeit gehört dazu.

Leitfaden für eine fehlerfreie Bewerbung

Natürlich lässt sich darüber streiten, wie fehlerfrei eine Bewerbung sein muss. Seien Sie sicher: Die Personalszene führt diese Debatte heftig. Das ändert allerdings nichts daran, dass fehlerfreie Bewerbungen landauf und landab noch immer grosse Bedeutung haben. Die gute Nachricht ist, dass es ein paar einfache Schritte gibt, die Ihnen dabei helfen können, fehlerfreie Bewerbungsunterlagen einzureichen. Selbst dann, wenn Sie zugegebenermassen keinen Blick fürs Detail haben.

1. Rechtschreib- und Grammatikfehler

Selbstverständlich, jedem rutscht hier und da ein Fehler durch. Gerade angesichts der Technik und Software, die uns heute zur Verfügung stehen, sind massenhafte Rechtschreib- und Grammatikfehler in Bewerbungsunterlagen aber fast unverzeihlich. Beachten Sie daher folgende Punkte, bevor Sie Ihren Lebenslauf und Ihr Anschreiben verschicken:

  • Nutzen Sie die Rechtschreibprüfungssoftware Ihres Computers und achten Sie dabei auf die Einstellung der richtigen Sprache.
  • Drucken Sie den Lebenslauf und/oder das Anschreiben aus, da Ihnen Fehler so leichter auffallen.
  • Lesen Sie Ihren Lebenslauf laut und langsam vor, da Sie auf diese Weise offensichtliche Fehler hören.
  • Lesen Sie Ihren Lebenslauf rückwärts – das mag seltsam klingen, ist aber eine bewährte Methode, um Fehler aufzudecken.
  • Bitten Sie Freunde oder Verwandte, Ihre Dokumente Korrektur zu lesen.
  • Nutzen Sie kostenlose Online-Programme wie z. B. Rechtschreibpruefung24 oder Korrekturen.de, die Ihnen dabei helfen, Grammatikfehler aufzuspüren.
  • Es kann sogar hilfreich sein, die Schriftart oder Schriftfarbe zu verändern, denn in ungewohnter Form sind Fehler leichter zu entdecken. Vergessen Sie jedoch nicht, die Änderungen vor dem Abschicken wieder rückgängig zu machen.

2. Keine Einheitlichkeit

Stellen Sie sicher, dass alle Bestandteile Ihrer Bewerbung einheitlich sind. Hier ein paar Tipps:

  • Achten Sie darauf, dass Sie Abkürzungen sowie Gross- und Kleinschreibung einheitlich verwenden. In einer Bewerbung kommen Eigennamen und Begriffe wie Berufsbezeichnungen, Firmennamen oder Schulungskurse häufig vor. Es besteht die Gefahr, dass Ihre Bewerbungsunterlagen inkonsistent werden. Beispielsweise schreiben manche Bewerber die Berufsbezeichnung falsch oder sie verwenden an einer Stelle eine Abkürzung für ein Unternehmen, das sie an anderer Stelle ausschreiben.
  • Verwenden Sie in Ihrer Bewerbung durchgängig dieselbe Schriftart und Schriftgrösse – das gilt auch für fett und kursiv geschriebenen Text.
  • Wechseln Sie beim Schreiben nicht von der 1. Person in die 3. Person Singular. Schreiben Sie durchgängig in der 1. Person.
  • Behalten Sie zudem durchgängig einen professionellen Ton bei.

3. Schlechte Formatierung

Oftmals ist die Formatierung eines der ersten Dinge, die Recruitern oder Personalberatern ins Auge fällt. So hinterlassen Sie den bestmöglichen ersten Eindruck:

  • Denken Sie an den Leser – Ihre Bewerbung sollte möglichst leicht nachvollziehbar sein. Vermeiden Sie deshalb lange Absätze und unterteilen Sie wichtige Informationen durch die Verwendung von Bullet Points.
  • Verwenden Sie keine Logos und Bilder in Ihrem Lebenslauf. Sie sind nicht nur unnötig, sondern können auch zu einer schlechten Formatierung Ihres Lebenslaufs oder zu Darstellungsproblemen bei den Recruitern oder Personalberatern führen.
  • Weniger ist mehr – widerstehen Sie der Versuchung, Hintergründe, Rahmen oder Clip Arts zu verwenden.
  • Nutzen Sie in Ihrem Textverarbeitungsprogramm die Zoomfunktion für eine bessere Übersichtlichkeit.
  • Drucken Sie die Dokumente aus, um Formatierungsfehler zu erkennen – auf diese Weise fällt Ihnen schneller auf, wenn etwas unstimmig aussieht.
  • Ist Ihr Lebenslauf länger als eine Seite, sollten Sie sicherstellen, dass die Seitenübergänge stimmig sind. Vermeiden Sie es z. B., eine Position auf der ersten Seite unten zu beginnen und auf der zweiten Seite oben fortzuführen.
  • Wenn Sie mit Ihrer Formatierung zufrieden sind, sollten Sie das Dokument in eine PDF-Datei umwandeln. So können Sie sicher sein, dass die Formatierung so bleibt, wie sie ist.

4. Fehlender Lesefluss

Dieser Punkt ist besonders wichtig, falls eine E-Mail und/oder ein Anschreiben Teil Ihrer Bewerbung ist. Überprüfen Sie folgende Punkte mehrmals:

  • Lesen sich die Absätze flüssig?
  • Ergibt das Geschriebene für den Leser einen Sinn?
  • Lesen Sie die Bewerbung laut vor, sodass Ihnen schwer verständliche Sätze auffallen. Auf diese Weise bemerken Sie auch zu häufig verwendete Wörter in einem Satz oder Absatz.
  • Spannen Sie Ihre Freunde oder Verwandten ein und lesen Sie diesen Ihre Bewerbung vor. So können Sie noch einmal überprüfen, ob die wesentlichen Punkte gut zu verstehen sind.

Investieren Sie in Ihre Bewerbungsunterlagen

Im Allgemeinen sollten Sie sich für Ihre Unterlagen viel Zeit nehmen, um sicherzustellen, dass Sie vor dem Abschicken der nächsten Bewerbung jeden einzelnen der oben genannten Schritte vorgenommen haben. Das beweist, dass Sie gewissenhaft und sorgfältig sind. Und dadurch steigen letztlich Ihre Chancen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.